Informationen zur Corona-Pandemie (COVID-19) für OI-Betroffene

Für Menschen mit gewissen Vorerkrankungen ist das neue Coronavirus besonders gefährlich, dass heisst sie können schwer erkranken, z.B. bei chronischen Atemwegserkrankungen. Osteogenesis imperfecta Betroffene leiden häufig an solchen Erkrankungen. Die Kategorisierung von Risikogruppen mit entsprechenden Empfehlungen sind länderspezifisch unterschiedlich. Daher sollte jede/r Betroffene ärztliche Rücksprache nehmen, ob im Einzelfall die Kriterien des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für die Risikogruppe erfüllt sind oder nicht und welche Folgen sich daraus für die Betroffene/ den Betroffenen ableiten.

Hier finden Sie die Kriterien des BAGs für die Klassifikation von besonders gefährdeten Personen.

Hinweis zu Medikamenten:

Osteogenesis imperfecta Betroffene erhalten oft Osteoporose-Medikamente (im off-label-Einsatz, da keine spezifischen Therapien für die Osteogenesis imperfecta verfügbar sind). Ein unkontrolliertes Absetzen von Osteoporose-Medikamenten kann sogar in bestimmten Situationen zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche führen. Die Gabe von Osteoporose-Medikamenten sollte deshalb nicht ohne ärztliche Rücksprache verzögert oder sogar abgesetzt werden. Dies gilt insbesondere für Denosumab (Prolia®) und Teriparatid (Forsteo®, Movymia®, Terrosa®).